Gegenüberstellung VDA-Reifegradmodell vs. APQP

11. 12 2025 | VDA 6.3

Im Automotive-Qualitätsmanagement tauchen zwei Begriffe regelmäßig auf: APQP (Advanced Product Quality Planning) und das VDA-Reifegradmodell. Beide Methoden verfolgen das Ziel, Projekte strukturiert zu steuern und Qualität abzusichern.

Doch während APQP vor allem im US-amerikanischen Umfeld genutzt wird, hat sich bei deutschen OEMs und ihren Lieferketten das VDA-Reifegradmodell durchgesetzt.

Wir von GBN Experts arbeiten seit über 25 Jahren mit produzierenden Unternehmen und seit über 14 Jahren in Projekten für führende OEMs (z. B. Porsche) – und setzen dabei ausschließlich das VDA-Reifegradmodell ein. In diesem Artikel erklären wir, warum.

 

APQP – kurz erklärt

  • Ursprung: in den 1990ern von der AIAG entwickelt.
  • Ziel: einheitliche Planung für Produkt- und Prozessqualität.
  • Struktur: 5 Phasen, u. a. 1. Plan & Define, 2. Product Design & Development, 3. Process Design & Development, 4. Product & Process Validation, 5. Feedback / Lessons Learned.
  • Typisch: stark in den USA & internationalen Konzernen verankert.

 

Das VDA-Reifegradmodell – die OEM-Logik in Europa

  • Ursprung: vom Verband der Automobilindustrie (VDA) entwickelt.
  • Ziel: Reifegradabsicherung von Projekten in definierten Meilensteinen.
  • Struktur: Reifegrade 0–7 (von Konzept bis Serienproduktion).
  • Besonderheit: Integration der Core Tools (FMEA, PPF/PPAP, SPC, MSA, 8D, PLP, APQP/RGA).
  • Praxis: Erwartungshaltung bei deutschen OEMs wie Porsche, Audi, VW, BMW.

 

APQP vs. VDA-Reifegradmodell – die Unterschiede

Kriterium APQP VDA Reifegradmodell
Herkunft AIAG (USA) VDA (Deutschland)
Zielsetzung Qualitätsplanung Reifegradabsicherung
Struktur 5 Phasen 8 Reifegrade
Fokus Dokumentation Auditfähigkeit & Robustheit
OEM-Erwartungen v. a. US-Konzerne Deutsche OEMs (z. B. VW Konzern)

 

Warum wir ausschließlich mit dem VDA-Reifegradmodell arbeiten

  • OEM-Nähe: Deutsche OEMs fordern explizit das VDA-Reifegradmodell.
  • Transparenz: Reifegradabsicherung schafft Klarheit über Projektstatus.
  • Integration: FMEA, PPF/PPAP, SPC, MSA und 8D sind nahtlos eingebunden.
  • Robustheit: Fokus auf robustes Design, robuste Prozesse, robuste Lieferketten.
  • Praxisbewährung: In 14+ Jahren OEM-Projekten hat sich das Modell immer bewährt.

 

Nutzen für unsere Kunden

  • Head of Quality: belastbare Auditfähigkeit nachweisen.
  • SQE: Lieferanten nach VDA-Logik einbinden und entwickeln.
  • Geschäftsführung: Risiken minimieren, SOPs stabilisieren, OEM-Bewertungen verbessern.

 

Fazit

APQP mag in internationalen Konzernen eine Rolle spielen – im deutschen Automotive-Umfeld zählt jedoch das VDA-Reifegradmodell.

Wir von GBN Experts setzen deshalb seit vielen Jahren konsequent auf diese Methodik.

  • 25+ Jahre Erfahrung in der Produktion
  • 14+ Jahre Projekte für führende OEMs (z. B. Porsche)