Im Automotive-Qualitätsmanagement tauchen zwei Begriffe regelmäßig auf: APQP (Advanced Product Quality Planning) und das VDA-Reifegradmodell. Beide Methoden verfolgen das Ziel, Projekte strukturiert zu steuern und Qualität abzusichern.
Doch während APQP vor allem im US-amerikanischen Umfeld genutzt wird, hat sich bei deutschen OEMs und ihren Lieferketten das VDA-Reifegradmodell durchgesetzt.
Wir von GBN Experts arbeiten seit über 25 Jahren mit produzierenden Unternehmen und seit über 14 Jahren in Projekten für führende OEMs (z. B. Porsche) – und setzen dabei ausschließlich das VDA-Reifegradmodell ein. In diesem Artikel erklären wir, warum.
APQP – kurz erklärt
- Ursprung: in den 1990ern von der AIAG entwickelt.
- Ziel: einheitliche Planung für Produkt- und Prozessqualität.
- Struktur: 5 Phasen, u. a. 1. Plan & Define, 2. Product Design & Development, 3. Process Design & Development, 4. Product & Process Validation, 5. Feedback / Lessons Learned.
- Typisch: stark in den USA & internationalen Konzernen verankert.
Das VDA-Reifegradmodell – die OEM-Logik in Europa
- Ursprung: vom Verband der Automobilindustrie (VDA) entwickelt.
- Ziel: Reifegradabsicherung von Projekten in definierten Meilensteinen.
- Struktur: Reifegrade 0–7 (von Konzept bis Serienproduktion).
- Besonderheit: Integration der Core Tools (FMEA, PPF/PPAP, SPC, MSA, 8D, PLP, APQP/RGA).
- Praxis: Erwartungshaltung bei deutschen OEMs wie Porsche, Audi, VW, BMW.
APQP vs. VDA-Reifegradmodell – die Unterschiede
| Kriterium | APQP | VDA Reifegradmodell |
| Herkunft | AIAG (USA) | VDA (Deutschland) |
| Zielsetzung | Qualitätsplanung | Reifegradabsicherung |
| Struktur | 5 Phasen | 8 Reifegrade |
| Fokus | Dokumentation | Auditfähigkeit & Robustheit |
| OEM-Erwartungen | v. a. US-Konzerne | Deutsche OEMs (z. B. VW Konzern) |
Warum wir ausschließlich mit dem VDA-Reifegradmodell arbeiten
- OEM-Nähe: Deutsche OEMs fordern explizit das VDA-Reifegradmodell.
- Transparenz: Reifegradabsicherung schafft Klarheit über Projektstatus.
- Integration: FMEA, PPF/PPAP, SPC, MSA und 8D sind nahtlos eingebunden.
- Robustheit: Fokus auf robustes Design, robuste Prozesse, robuste Lieferketten.
- Praxisbewährung: In 14+ Jahren OEM-Projekten hat sich das Modell immer bewährt.
Nutzen für unsere Kunden
- Head of Quality: belastbare Auditfähigkeit nachweisen.
- SQE: Lieferanten nach VDA-Logik einbinden und entwickeln.
- Geschäftsführung: Risiken minimieren, SOPs stabilisieren, OEM-Bewertungen verbessern.
Fazit
APQP mag in internationalen Konzernen eine Rolle spielen – im deutschen Automotive-Umfeld zählt jedoch das VDA-Reifegradmodell.
Wir von GBN Experts setzen deshalb seit vielen Jahren konsequent auf diese Methodik.
- 25+ Jahre Erfahrung in der Produktion
- 14+ Jahre Projekte für führende OEMs (z. B. Porsche)
